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Flugpaten gesucht
Navaro unglaubliche Rettung
Januar 2012: Italien, in der Nähe von Bologna
Es ist Winter und sehr kalt in Italien. Tierschützer des ‘Wild Fauna Research Center‘ in Sasso Marconi werden von der Polizei gerufen, da Anwohner einen schwer verletzten Wolf in einem Fluss gesichtet haben.
Die Tierschützer machen sich sofort auf den Weg und treffen nach ca. 60 km Fahrt vor Ort ein. Schnell erkennen sie, dass das ausgewachsene männliche Tier, unter Schock steht, stark unterernährt ist und sich nicht bewegen kann.
Der Wolf ist übersät mit Wunden und zittert vor Kälte und so beschließen die Tierschützer zusammen mit den eingetroffenen Tierärzten schnell, dass sie ihn nur retten können, wenn sie ihn mit einem Betäubungsgewehr in die Schulter schießen. Gesagt, getan. Der Wolf versucht zu flüchten und schwimmt in die Mitte des Flusses, wo die Strömung am Stärksten ist. Ohne die Gefahr zu berücksichtigen, springen die Tierschützer ins Wasser und bekommen ihn zu packen.
Die Tierschützer bergen den Wolf aus dem Fluss, doch die Tierärzte stellen schnell fest, dass der Wolf einen Herzstillstand hat und nicht mehr atmet. So retten sie ihm mit einer Herzmassage und Mund-zu-Mund Beatmung das Leben.
Navarre, wie die Tierschützer ihn nennen, entscheidet sich zu Leben und wird von den Tierschützern in das Schutzzentrum für Wildtiere und exotische Vögel in Sasso Marconi gebracht.
Dort verbringt er die ersten Tage auf der Intensivstation. Außer Lebensgefahr, wird Navarre schließlich einigen Untersuchungen unterzogen und dort finden die Ärzte schließlich 38 Schrotkugeln in seinem Körper.
Es ist unglaublich, was dieser Wolf durchleben musste und welchen Lebenswillen er zeigt, ist er doch ein wildes Tier, das sich nun, wenn auch nur zeitweise, in Gefangenschaft befindet.
Zurzeit erholt sich Navarre im Schutzzentrum Sasso Marconi, damit er bald wieder den Weg in die Freiheit finden kann. Er wird Tag und Nacht überwacht, allerdings ohne, dass er sich durch die Kameras gestört fühlen muss.
Wir hoffen, dass Navarre bald wieder wohl genährt und voller Energie sein Leben in Freiheit genießen kann und danken den italienischen Tierschützern und der Polizei von Montorio von Herzen für ihren Einsatz.